Siebanalyse

Die analytische Analyse von Pulvern, die in industriellen Anwendungen verwendet oder hergestellt werden, basiert auf der Partikelverteilungseigenschaft des Stoffes. Fraktionen desselben Produkts mit unterschiedlichen Verteilungen haben unterschiedliche physikalische Eigenschaften, daher muss für authentische und reproduzierbare Messungen ein Partikelanalysetest durchgeführt werden.

1. Probenahme

Einer der schwierigsten und unsichersten Teile der Partikelanalyse ist die Probenahme. Wenn wir dasselbe Produkt untersuchen, können wir unterschiedliche Ergebnisse erhalten, wenn unsere Probenahme nicht angemessen ist. Aus Gründen der Reproduzierbarkeit ist es daher wichtig, dass die Partikelgrößenverteilung der untersuchten Probe der Partikelgrößenverteilung des Produktsatzes möglichst nahe kommt. Diese Aufgabe ist besonders schwierig, wenn wir eine große Menge (bis zu mehreren Tonnen Produkt) zur Probenahme zur Verfügung haben. In einem solchen Fall muss das Produkt an mehreren Stellen beprobt werden, und dann ist es ratsam, mit einer Mischung davon weiterzuarbeiten. In einem solchen Fall empfiehlt sich der Einsatz von Versuchsteilern, die nach anderen Prinzipien arbeiten, um die in unserem Labor eingehenden Proben in gleiche Fraktionen zu teilen.

2. Prüfung

Die Anzahl und Lochgröße der verwendeten Siebe richtet sich nach dem Verteilungsspektrum der Probe. Vor dem Start des Prozesses müssen die verwendeten Siebe, die Fördermenge und weitere Parameter des Siebes wie Frequenz und Amplitude entsprechend ausgewählt werden. Die Siebung erfolgt nach der Norm DIN 66165.

3. Auswertung, Protokoll

Nach der Softwareauswertung der gesiebten Mengen werden die die Siebung bestimmenden Parameter und die erhaltenen Ergebnisse, Diagramme und Schlussfolgerungen in einem Bericht festgehalten. Inhalt des als Ergebnis der Untersuchung erstellten Berichts:

Partikelverteilungskurve

Frequenzverlauf

Übergangs- und Restkurve

durchschnittliche Partikelgröße

mittlere Korngröße

Aspekt des Explosionsschutzes

Im Bereich des Explosionsschutzes liegt der Richtwert bei 500 µm, da oberhalb dieser Partikelgröße die Verbrennungsgeschwindigkeit nicht schnell genug ist, um von einer Explosion zu sprechen. Enthält ein Produkt also keinen nennenswerten Anteil unter 500 µm, ist es aus Sicht des Explosionsschutzes nicht gefährlich.

Je kleiner und leichter ein Staubpartikel ist, desto leichter verbleibt es im Schwebezustand, daher ist diese Fraktion aus Sicht des Explosionsschutzes gefährlicher. Gemäß der Norm zur Bestimmung von Explosionsparametern muss die Staubprobe vor jeder Prüfung auf eine bestimmte Partikelgröße gesiebt werden, damit die erhaltenen Ergebnisse den Explosionseigenschaften aus sicherheitstechnischer Sicht angenähert werden.


Verwandte Bilder