Industrietechnologien zeichnen sich durch heiße Oberflächen aus, dies können Betriebsöfen, Brenner, Trockner sein, aber auch lokale heiße Oberflächen können aufgrund mechanischer oder elektrischer Fehler erzeugt werden. Heiße Oberflächen können in einer explosionsgefährdeten Umgebung (z. B. festsitzende Lager, überlastete Elektromotoren) eine Zündquelle darstellen.
Die Mindestzündtemperatur — Minimale Zündtemperatur (MIT) — ist die minimale Oberflächentemperatur, die eine Staubwolke entzünden kann, die in der entflammbarsten Mischung der Pulverprobe in Bezug auf den Schwimmzustand enthalten ist. Die Zündtemperatur von Pulvern kann mit einem BAM-Ofen oder einem Godbert-Greenwald-Ofen bestimmt werden.
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Die beiden Testprinzipien sind sehr ähnlich. Die beiden Verfahren unterscheiden sich nur darin, dass der GG-Ofenraum vertikal, der BAM-Ofenraum horizontal ist. Während des Tests wird das im Probenhalter vorbereitete Pulver durch Druckluft in das Zementgehäuse injiziert. Bei der Prüfung suchen wir nach der Zündtemperatur des Gemisches, das am stärksten zur Entzündung neigt, daher variieren die Messparameter stark. Der Druck des Lufttanks kann zwischen 10 und 50 kPa gewählt werden (typischerweise 10 kPa, 20 kPa, 30 kPa, 40 kPa, 50 kPa), das Probenvolumen reicht von 0,05 g bis 0,5 g (typischerweise 0,05 g; 0,1 g; 0,2 g; 0,3 g; 0,4 g; 0,5 g). Kombinationen von Messparametern werden bei jeder Messtemperatur getestet. Wenn sich der Staub entzündet, also die Ofentemperatur den Zündpunkt der Pulverprobe überschreitet, gibt es ein Flammenphänomen am Boden des Rohrofens. Nach dem Zünden ist die Wandtemperatur des Ofens abzusenken und die Messung so lange zu wiederholen, bis die höchste Temperatur gefunden ist, bei der keine der 10 Wiederholungsprüfungen des brennbarsten Gemisches zu einer Flammenerscheinung führt. Ermitteln Sie aus der niedrigsten Temperaturstufe, in der die Zündung stattgefunden hat, 20 °C über 300 °C und weniger 10 °C unter 300 °C, die Zündtemperatur der Probe im schwebenden Zustand. Die Ergebnisse der Prüfung sind aus Sicht des Explosionsschutzes bis 600°C relevant, bei Bedarf führen wir die Prüfung aber auch bis 1000°C durch.
Die Explosivität der Pulverprobe kann durch den GG- oder BAM-Ofen nachgewiesen werden, wenn der Staub während des Tests entzündet wird. Das Umgekehrte gilt jedoch nicht, d. h. es ist möglich, dass die Zündtemperatur eines bestimmten Pulvers höher ist als die Messgrenze des Messgeräts, und obwohl im Ofen keine Zündphänomene festgestellt werden können, ist das Pulver dennoch explosiv.